28.10.26
ESU Herbstneuheiten 2026 • Neuauflage und Neukonstruktion der Ludmilla

ESU Herbstneuheit 2026: Die Ludmilla ist zurück – sechs Varianten mit beeindruckender Technik!
Die legendäre „Ludmilla“ kehrt zurück! Mit der Baureihe 132 und ihren Nachfolgern präsentiert ESU eine der interessantesten H0-Neuheiten des Herbstes 2026. Die sechsachsige Großdiesellokomotive wurde grundlegend überarbeitet und mit zahlreichen technischen Innovationen ausgestattet. Insgesamt sechs verschiedene Varianten sind angekündigt, deren Auslieferung ab Kalenderwoche 50/2026 vorgesehen ist.
- ESU 31352 - Diesellok 132 380, DR, Ep.IV, DC+AC-Sound
- ESU 31353 - Diesellok 132 543, DR, Ep.IV, DC+AC-Sound
- ESU 31354 - Diesellok 232 322, DBAG, Ep.V, DC+AC-Sound
- ESU 31355 - Diesellok 232 262, DBAG, Ep.VI, DC+AC-Sound
- ESU 31356 - Diesellok 315, MEG, Ep.VI, DC+AC-Sound
- ESU 31357 - Diesellok 241 353, EBS, Ep.VI, DC+AC-Sound
Die neue Modellgeneration der ESU Engineering Edition verbindet eine weitgehend aus Metall gefertigte Konstruktion mit aufwendiger Detaillierung, beeindruckenden Soundfunktionen, dynamischem Rauchausstoß und einer Besonderheit, die bei H0-Lokomotiven bislang ihresgleichen sucht: fünf einzeln ansteuerbare, motorisch angetriebene Dachlüfter!
Ein Stück Eisenbahngeschichte: Die Baureihe 132 der Deutschen Reichsbahn
Ab 1973 erhielt die Deutsche Reichsbahn die sechsachsigen Diesellokomotiven der Baureihe 132 aus sowjetischer Produktion. Die bei der Lokomotivfabrik Woroschilowgrad gebauten Maschinen entwickelten sich schnell zu unverzichtbaren Zugpferden im Personen- und Güterverkehr.
Mit ihrem 3.000 PS starken 16-Zylinder-Dieselmotor, dieselelektrischer Kraftübertragung und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h waren die insgesamt 709 gebauten Lokomotiven äußerst vielseitig einsetzbar. Besonders ihr charakteristischer Motorsound machte die Maschinen unverwechselbar: das tiefe Brabbeln im Leerlauf und das markante Pfeifen unter Last.
Nach der Wiedervereinigung erhielten die Lokomotiven die Baureihenbezeichnung 232 und gelangten zunehmend auch auf westdeutsche Strecken. Dort bewährten sie sich insbesondere vor schweren Güterzügen. Leistungsstärkere Weiterentwicklungen, darunter die Baureihe 241, führten die Erfolgsgeschichte fort. Bis heute sind verschiedene Vertreterinnen dieser Lokfamilie bei privaten Eisenbahnunternehmen im Einsatz.
Bei der Überarbeitung hat ESU großen Wert auf eine möglichst realistische Nachbildung der technischen Abläufe gelegt.
Besonders bemerkenswert sind die motorisch angetriebenen Dachlüfter. Diese lassen sich einzeln ansteuern und nehmen abhängig von der jeweiligen Betriebssituation automatisch ihre Arbeit auf. Auch die Bremswiderstandslüfter werden beim entsprechenden Bremsvorgang aktiviert.
Damit wird ein technisches Detail des Vorbilds sichtbar, das bei herkömmlichen Modelllokomotiven meist nur als unbewegliche Nachbildung vorhanden ist.

Kraftvoller Antrieb, beeindruckender Sound und dynamischer Rauch
Für den Antrieb sorgt ein leistungsfähiger Glockenankermotor mit Schwungmasse. Über ein Kardan-/Schneckengetriebe werden vier Achsen angetrieben, während vier Haftreifen für eine hohe Zugkraft sorgen.
Ein ESU LokSound 5 Decoder gibt die digitalisierten Originalgeräusche des 16-Zylinder-Dieselmotors wieder. Für eine besonders kraftvolle Klangwiedergabe kommt ein neu entwickeltes Lautsprechersystem mit passivem Radiator und großer Schallkapsel zum Einsatz.
Zusätzlich verfügt die Lokomotive über einen schaltbaren, getakteten Raucherzeuger, dessen Rauchausstoß mit dem Dieselsound synchronisiert ist.
Auch die Beleuchtung lässt kaum Wünsche offen: Neben dem fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsel sind unter anderem Führerstands-, Führerpult-, Maschinenraum- und Einstiegsraumbeleuchtung vorhanden. Die Lampen schalten sich vorbildgerecht nacheinander ein. Selbst Bremsfunken beim scharfen Bremsen werden simuliert.
Weitere technische Besonderheiten im Überblick
- Aufbau und Rahmen aus Metall mit überarbeitetem Gehäuse
- Hochdetaillierter, beleuchteter Maschinenraum
- Fünf motorisch angetriebene, einzeln ansteuerbare Dachlüfter
- Glockenankermotor mit Schwungmasse
- Antrieb auf vier Achsen mit vier Haftreifen
- ESU LokSound 5 Decoder mit digitalisierten Originalgeräuschen
- Synchron zum Sound arbeitender Raucherzeuger
- Lautsprechersystem mit passivem Radiator für kraftvolle Basswiedergabe
- PowerPack-Energiespeicher zur Überbrückung kurzer Stromunterbrechungen
- Unterstützung von DCC, Motorola, M4 und Selectrix
- Automatische Anmeldung über RailComPlus und mfx
- Universalelektronik für Zweileiter- und Mittelleiterbetrieb
- Umfangreiche, einzeln schaltbare Beleuchtungsfunktionen
- Kurvenquietschen und Bremsfunkensimulation
- Separat angesetzte Griffstangen und filigrane Lüftergitter
- Mehrfarbig gestaltete Führerstände mit Lokführerfigur
- Gefederte Puffer und kulissengeführte Kupplungsaufnahme
- Befahrbarer Mindestradius: 360 mm
- Länge über Puffer: 239,3 mm
Alle sechs Modelle sind mit der universellen DC-/AC-Technik ausgestattet und können entsprechend im Zweileiter- oder Mittelleiterbetrieb eingesetzt werden.
Auslieferung ab Dezember 2026 geplant
Mit der überarbeiteten Ludmilla setzt ESU erneut auf eine außergewöhnliche Kombination aus hochwertiger Metallkonstruktion, realistischen Bewegungsabläufen und umfangreichen Digitalfunktionen.
Gerade die beweglichen Dachlüfter, der beleuchtete Maschinenraum und die aufwendige Sound- und Rauchtechnik machen diese Neuauflage zu einer besonders interessanten Ankündigung für Freunde schwerer Diesellokomotiven.
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