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07.01.26

Hinweise für den Start in das Hobby Modelleisenbahn

Das Hobby Modelleisenbahn ist durch eine sehr große Vielfalt an Themengebieten und Fertigkeiten geprägt. Den Zugang zu diesem Hobby verschafft oftmals das Interesse für den Verkehrsträger Eisenbahn und die Begeisterung für das Basteln. Das Modelleisenbahnhobby vermittelt geschichtliche und technische Kenntnisse über das große Vorbild. Es fördert modellbauerische und handwerkliche Fähigkeiten, ebenfalls erfordert es ein Basiswissen auf den Gebieten der Mechanik und Elektronik. Der Blick auf das Vorbild und die Landschaft fördert die Fähigkeiten der Gestaltung und des Nachbaus im kleinen Maßstab. Auch das Üben von Verzicht und das Sparen von Geld zum Erwerb eines Wunschproduktes werden entwickelt.

Beim Vorhandensein des notwendigen Interesses und von Lernerfolgen kann dieses Hobby in viele verschiedene Spezialisierungen führen. Darunter fallen die vorbildnahe Landschaftsgestaltung, der originalgetreue Nachbau von Gebäuden und Fahrzeugen mittels Bausätzen und deren Abwandlung oder die völlig eigenständige Konstruktion und Ausführung mittels Lasercut, 3D-Druck und marktverfügbaren Komponenten. Auch das reine Sammeln von Miniaturen, seien es Kraftfahrzeuge, Straßenbahnen oder Eisenbahnfahrzeuge, ist eine Ausprägung des Modellbahnhobbys. So erfolgt herkömmlich eine Unterteilung der modellbahnbegeisterten Personen in Sammler, Schachtelbahner, vorbildorientierte Modellbahner und Spielbahner sowie Teppichbahner.

Den Spielbahner/innen wird nachgesagt, dass es sich bei ihnen um die gewöhnlich Glücklichsten unter den modelleisenbahnbegeisterten Personen handelt, da sich diese an den Fahrzeugen und Miniaturlandschaften erfreuen, zu welchen sie einen Bezug haben und welche ihnen schlicht gefallen, ohne dabei strikt auf Aspekte wie Vorbildgerechtigkeit und zeitliche Kompatibilität zu achten. Einschränkungen werden nur selten vorgenommen.

Teppichbahner/innen dagegen mangelt es für gewöhnlich an Platz und Zeit, was sie jedoch nicht abhält, temporär ihrem Hobby zu frönen. Die Gleisanlagen müssen daher zügig auf- und abbaubar sein.

Vorbildorientierte Modellbahner/innen beschränken sich überwiegend auf die Nachbildung eines (meist fiktiven) Streckenabschnittes einer bestimmten Region mit seinen typischen Merkmalen in einem eingegrenzten Zeitabschnitt. Dabei legen sie großen Wert auf die Vorbildtreue und die Qualität von Anlage und Fahrzeugpark.

Sammler/innen und Schachtelbahner/innen erfreuen sich schon allein am Anblick der Modelle ihres Interessengebietes, welche – sofern möglich – in Vitrinen präsentiert oder im Falle von Platzmangel in den Originalverpackungen oder sonstigen geeigneten Aufbewahrungsbehältnissen verwahrt werden. Diese Personen verfügen meist über den sogenannten Sammlerstolz und träumen oft von einer eigenen Anlage im Rentenalter.

Dieser Betrag richtet sich an modelleisenbahninteressierte Personen, die einen Start in das schöne und vielseitige Hobby erwägen sowie an Familienmitglieder, die den Nachwuchs an dieses Hobby heranführen möchten.

Das Hobby Modellbahn ist etwas für jedermann

Es ist nicht zu leugnen, dass die Verbreitung des Hobbys Modelleisenbahn rückläufig ist. Nun, es erfordert zweifellos etwas Platz, Zeit, Ausdauer, Lernfähigkeit und Experimentierfreude, verbunden mit einer gewissen Frustrationstoleranz und dem notwendigen finanziellen Einsatz. Doch die Ausprägungen dieser Aspekte sind flexibler, als es sich viele Interessierte am Modellbahnhobby vorstellen. Während die Aussage „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ als unbestritten gelten darf, ist die Aussage, das Modelleisenbahnhobby sei nur etwas für Besserverdienende, schlicht unzutreffend. Der Finanzbedarf ist abhängig von den Ansprüchen; dies gilt für viele Aspekte des Lebens und ist eine Binsenweisheit. Das Modellbahnhobby hält grundsätzlich Angebote für jeden Geldbeutel bereit. Es muss nicht immer Neuware sein und es gilt, die Möglichkeiten zu erkennen.

Nachfolgend werden Sie auf einzelne Aspekte hingewiesen, welche beim Einstieg in das Modellbahnhobby beachtet werden sollten.

Maßstab/Nenngröße/Spur/Spurweite

Modelleisenbahnen werden in verschiedenen Maßstäben bzw. Nenngrößen angeboten. Je geringer die Miniaturisierung ausfällt, desto größer ist der Platzbedarf und desto höher ist im Regelfall der Grad der Detaillierung. Innerhalb eines Maßstabs gibt es meist mehrere Spuren mit ihren Spurweiten. Diese sind abhängig vom nachzubildenden Vorbild, also davon, ob es sich um die sogenannte Regelspurbahn bzw. Vollbahn oder eine Schmalspurbahn handelt. Da sich die vorliegende Kurzdarstellung an Einsteigerinnen und Einsteiger richtet, wird nachfolgend in erster Linie auf Nachbildungen von Regelspurbahnen eingegangen, auf welche sich die Spurweitenangaben in den Zwischenüberschriften beziehen. Die Regelspurweite in Deutschland beträgt beim großen Vorbild 1.435 mm.

Nenngröße 2 – Maßstab 1:22,5 – Spurweite 64 mm

Modellbahnen der Spur II benötigen einen sehr hohen Platzbedarf und sind sehr preisintensiv.

Hinzuweisen ist hierbei auf die Spur IIm, welche die Spur von Gartenbahnen ist und für die daher auch die Bezeichnung Spur G verwendet wird. Gartenbahnen sind in der Regel wetterfest und robust ausgelegt, weshalb sie häufig in (Zier-)Gärten Verwendung finden. Sie sind bei jüngeren Kindern sehr beliebt, da sie über einen hohen Spielwert verfügen und meist recht robust sind. Die Spielbahnen der Marke Playmobil passen vom Maßstab her zur Spur G; technisch sind sie nicht kompatibel.

Für Personen, die eine Gartenbahn errichten wollen, bietet die Marke PIKO preiswerte Einstiegsangebote. Ein wichtiger Anbieter für Gartenbahnen ist auch die höherpreisige Marke LGB (Lehmann-Groß-Bahn).

Bei den Anbietern für Regelspurmodelle in der Nenngröße 2 handelt es sich um Klein- und Kleinstserienanbieter, welche den relativ kleinen Markt abdecken. Spur II-Modelle entstehen öfter im Eigenbau.

Nenngröße 1 – Maßstab 1:32 – Spurweite 45 mm

Die Spur I benötigt einen sehr hohen Platzbedarf und die Modelle im Maßstab 1:32 sind ebenfalls sehr preisintensiv. Die Spur I gilt nicht ohne Grund als „Königsspur“. Sie eignet sich daher nicht für Anfänger/innen. Bekannte Anbieter für die Spur I sind die Marken KM1 Modellbau, Märklin und Kiss.

Nenngröße 0 – Maßstab 1:45 – Spurweite 32 mm

Die Spur 0 hat in den letzten Jahren einen gewissen Aufschwung genommen. Jedoch bedarf auch der Maßstab 1:45 viel Platz und die angebotenen Modelle sind nicht auf Kinder ausgerichtet, sondern eher auf ältere Hobbyausübende und Maßstabsumsteiger/innen. Die Modelle haben ihren Preis. Bekannte Anbieter von Rollmaterial sind Lenz, Bemo und Heljan.

Nenngröße S – Maßstab 1:64 – Spurweite 22,5 mm

Bei der Spur S handelt es sich um eine in Europa nahezu ausgestorbene Nenngröße. Sie besitzt keine Bedeutung mehr. Modelle dieser Spur waren zum Spielen gedacht. Sie sind nahezu ausschließlich als Gebrauchtware erhältlich.

Nenngröße H0 – Maßstab 1:87 – Spurweite 16,5 mm

Die Spur H0 (Halb-Null, nicht HaOoh) ist die in Europa verbreitetste Nenngröße. Für diese gibt es das mit Abstand größte Angebot an Rollmaterial und Zubehör von einer Vielzahl an Herstellern in der ganzen Bandbreite von Qualität und Preis. Durch den intensiven Wettbewerb der Anbieter und die abgesetzten Stückzahlen kann das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Spur H0 als sehr gut klassifiziert werden.

Bei der Nenngröße H0 ist zwischen dem führenden Zweileiter-Gleichstrom-System (DC) und dem vor allem in den sogenannten alten Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland stark verbreiteten Dreileiter-Wechselstromsystem (AC) zu unterscheiden. Die beiden Systeme sind untereinander nicht kompatibel!

Das Dreileiter-Wechselstromsystem

Das Dreileiter-Wechselstromsystem ist in erster Linie mit der Traditionsmarke Märklin verbunden, welche in Deutschland mit ihren Tochtermarken die Marktführerschaft innehat. Die Produkte der Marke Märklin gelten als hochwertig. Die Triebfahrzeuge (Neuware) verfügen meist über eine Art „Vollausstattung“. Das heißt, sie sind ab Werk digital steuerbar, verfügen über mehrere Licht- und Geräuschfunktionen und – wo es das nachgebildete Vorbild hergibt – einen Rauchgenerator zur Imitation von Abgasen. Die Märklin-Modelle haben daher ihren Preis.

Das Dreileiter-Wechselstromsystem überzeugt durch die Tatsache, dass nahezu alle Komponenten von einer Marke bezogen werden können sowie durch eine hohe Betriebssicherheit und Kompatibilität. Für vorbildorientierte Modellbahner/innen gilt der systemimmanente Mittelleiter als gewisser Nachteil. In der Mitte der Gleise befinden sich sogenannte Punktkontakte, an denen der Pluspol anliegt. An den beiden Schienen des Gleises liegt der Minuspol an. Die Radsätze von Dreileiter-Wechselstrombahnen sind nicht isoliert. Verwendet man derartiges Rollmaterial auf Zweileiter-Gleichstromgleisen, wird ein Kurzschluss erzeugt. Daneben gibt es weitere bedeutsame Unterschiede zum Gleichstromsystem, wie die Spurkranzhöhe und das Radsatzinnenmaß, auf die im Rahmen dieser Kurzdarstellung jedoch nicht eingegangen wird. Auch viele andere Marken bieten ihre Modelle für das Dreileiter-Wechselstromsystem an.

Das Zweileiter-Gleichstromsystem

Die Verwendung der richtigen Komponenten vorausgesetzt, steht die Betriebssicherheit des Zweileiter-Gleichstromsystems der des Dreileiter-Wechselstromsystems absolut nicht nach. Das Angebot für das Zweileiter-Gleichstromsystem übersteigt das Angebot für das Dreileiter-Wechselstromsystem deutlich. Unter der Marke Trix wird im Übrigen eine Vielzahl von Modellen, die von der Marke Märklin erhältlich sind, auch für das Zweileiter-Gleichstromsystem angeboten. Das Zweileiter-Gleichstromsystem bietet ein immenses Angebot an Artikeln unterschiedlicher Qualitäten und Preise. Für den Einstieg in das Modellbahnhobby ist es daher unseres Erachtens vorzugswürdig. Die Möglichkeiten der Modellumsetzung im Maßstab 1:87, sei es hinsichtlich des Detaillierungsgrades oder der technischen Ausstattung, sind beachtlich.

Den Vorteilen des extrem breiten Angebots und der Funktionsvielfalt steht die Tatsache gegenüber, dass auch die Spur H0 einen nicht zu unterschätzenden Platzbedarf aufweist. Es gilt wie so oft: „Alles hat seinen Preis.“ und „Jede Medaille hat zwei Seiten.“

Beliebte Anbieter von Rollmaterial sind PIKO, Roco, Tillig, Brawa, Rivarossi, Trix, Märklin, Liliput, ESU, ACME, Bemo und PMT.

Nenngröße TT – Maßstab 1:120 – Spurweite 12 mm

Die Spurweite TT ist traditionell in den sogenannten neuen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland weit verbreitet. Die Spur TT wird auch gern als „die ideale Spur“ bezeichnet. In Anbetracht des technischen Fortschritts ist der Kompromiss zwischen dem Detaillierungsgrad und der Größe sowie dem damit verbundenen Platzbedarf wirklich gut. Das Preisniveau liegt jedoch mindestens auf dem der Spur H0, teils höher. Es ist grundsätzlich nicht so, dass Modelleisenbahnartikel (Neuware) in Maßstäben kleiner als 1:87 günstiger zu haben sind. Dies hat betriebswirtschaftliche Gründe – in erster Linie sind die absetzbaren Stückzahlen maßgeblich – auf die hier nicht weiter eingegangen wird. Die Spur TT hält ein beachtliches Angebot an Artikeln bereit, welche die Epochen II bis VI (siehe Beitrag „Modellbahn-Epochen im Überblick“) abdecken. Auf verhältnismäßig geringer Fläche kann das Vorbild glaubwürdig nachgebaut werden. Die Betriebssicherheit von Rollmaterial der Spur TT gibt keinen Anlass zu Kritik.

Beliebte Anbieter für Rollmaterial der Spur TT sind Tillig, Roco, PIKO, Kres, Saxonia und Arnold.

Nenngröße N – Maßstab 1:160 – Spurweite 9 mm

Die Verbreitung von Modellbahnen im Maßstab 1:160 belegt in Europa den Platz 2 hinter dem Maßstab 1:87. Das Angebot an Artikeln ist somit ebenfalls außerordentlich vielfältig. Der Detaillierungsgrad ist noch immer beachtlich, liegt jedoch erkennbar hinter dem der Spuren H0 und TT. Die ist technologiebedingt, denn die Funktionssicherheit muss auch in der Spur N gewährleistet sein. Der Funktionsumfang von Triebfahrzeugen bleibt hinter dem der größeren Spuren zurück. Dafür entschädigt die Spur N mit dem Vorteil, auf der vorhandenen Fläche deutlich mehr darstellen zu können.

Die bekanntesten Anbieter für Fahrzeuge der Spur N sind hierzulande Fleischmann, Arnold, Brawa, Piko, Trix und Lemke.

Nenngröße Z – Maßstab 1:220 – Spurweite 6,5 mm

Die Spur Z wird gewöhnlich mit „Kofferanlagen“ assoziiert. Die Modelle sind dermaßen klein, dass auch auf kleinstem Raum Modellbahnbetrieb durchgeführt werden kann. Weiterhin können im Maßstab 1:220 großzügige Bahnanlagen nachgebildet werden. Die Marke Märklin ist für die Spur Z nahezu der Exklusivanbieter. Die Modellauswahl ist beschränkt und es ist eine gesteigerte Sorgfalt beim Aufbau und Betrieb derartiger Anlagen notwendig. Daher: Eher nicht für den Start in das Modellbahnhobby geeignet.

Bedeutende Großserienanbieter von Fahrzeugen der Spur Z sind Märklin und Rokuhan.

Nenngröße T – Maßstab 1:480 – Spurweite 2,9 mm

Fahrzeugmodelle der Spur T sind die derzeit kleinsten funktionsfähigen und industriell gefertigten Modellbahnfahrzeuge. Die Spur T wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Sie besitzt in Deutschland praktisch keine Bedeutung. Das Angebot ist sehr gering. Dieser winzige Maßstab eignet sich jedoch für die Darstellung einer Modellbahn auf einer Modellbahn großen Maßstabs.

Bekannte Anbieter von Fahrzeugen der Spur T sind Lemiso-Werke und KK Eishindo.

Anlagenbau

Eine Modellbahnanlage kann die verschiedensten Formen annehmen. Die Ausgestaltung ist abhängig vom vorhandenen Platz und den persönlichen Fertigkeiten.

Keine Anlage

Für Kinder beginnt das Modelleisenbahnhobby meist auf dem Fußboden oder einem Tisch. Verwendung finden in diesem Falle ein Gleissystem mit steckbaren Gleissegmenten, meist als Bettungsgleis ausgeführt (mit der Nachbildung des sogenannten Schotterbettes), Komponenten zur Stromversorgung und Ausstattungselemente wie Häuser, Bäume und Modellautos. Wichtig ist ein hoher Spielwert.

Was Kindern recht ist, dürfen auch Erwachsene praktizieren. „Teppichbahning“ wird praktiziert; es wird nur wenig darüber gesprochen.

Für erwachsene Modellbahnbegeisterte mit wenig Platz oder mangelndem Interesse am Fahrbetrieb besteht die Möglichkeit der geschmackvollen Präsentation in einer Vitrine. Diese kann an der Wand hängen, separat stehen oder gar einen Raumteiler bilden. Besuchen Sie einmal bei Gelegenheit das Modellarium im DB-Museum Nürnberg und lassen Sie sich inspirieren! Reine „Vitrinenbahner/innen“ haben mit Verschleiß und Staub nahezu keine Probleme, sollten ihre Modelle jedoch vor der im Tageslicht enthaltenen UV-Strahlung schützen. Hochwertige Präsentationselemente haben diesen Aspekt berücksichtigt.

Fertiganlage

Wenn das Interesse an einer dauerhaften Modellbahnanlage gefestigt ist, stellt sich die Frage nach einem kompletten Eigenbau, der Verwendung vorgefertigter Komponenten oder der Anschaffung einer Fertiganlage. Für Modellbahninteressierte mit wenig Zeit oder geringem Interesse am Anlagenbau bietet sich die Anschaffung einer sogenannten Fertiganlage an. Der Begriff Fertiganlage ist dabei durchaus missverständlich. Komplett durchgestaltete und sofort betriebsbereite Anlagen sind im Modellbahnfachhandel nicht erhältlich – mit der Ausnahme der Kofferanlage.

Kofferanlagen oder Modellbahnkoffer werden nahezu ausschließlich für die Spur Z angeboten. Auf der sehr geringen Fläche eines mehr oder weniger großen Koffers lassen sich lediglich Motive in sehr geringem Maßstab betriebssicher gestalten. Somit kommen dafür im Prinzip nur die Spuren Z und T in Betracht. Für Kinder sind Modellbahnkoffer definitiv nicht gedacht!

Unter einer Fertiganlage im herkömmlichen Sinn wird vielmehr ein vorgefertigtes Miniaturgelände auf einem Unterbau verstanden, welches mit den dafür vorgesehenen Gleisen versehen ist bzw. noch zu versehen ist und je nach Wunsch weiter ausgestaltet werden kann. Mit einem Fertiggelände bedarf es keiner Fertigung des Anlagenunterbaus. Die Trassierung der Gleise ist vorgegeben, ebenso das Geländeprofil. Je nach Anbieter werden zu einem Fertiggelände Anleitungen und Ausgestaltungsmaterial mitgeliefert. Spezielles Werkzeug und besondere Fertigkeiten sind zur Komplettierung und Verfeinerung eines Fertiggeländes nicht notwendig. Die handelsüblichen Fertiggelände passen gewöhnlich durch Wohnungstüren.

Stationäre Anlage

Wer Interesse an einer individuellen stationären Anlage besitzt, benötigt grundlegende handwerkliche Fähigkeiten und einen geeigneten Standort. Eine Modellbahnanlage sollte in einem möglichst trockenen und staubarmen Raum mit der Gewähr einer einigermaßen konstanten Temperatur betrieben werden. Hohe Luftfeuchtigkeit führt langfristig zu Oxidation und kann Komplikationen mit der Elektrik/Modellbahnsteuerung sowie Schäden am Rollmaterial verursachen.

Stationäre Modellbahnanlagen wurden früher auf einer Rahmenkonstruktion aus Holz mit darauf befestigten Pressspan- oder Sperrholzplatten errichtet. Diese sogenannten Plattenanlagen haben den Vorteil einer reduzierten Zahl an Arbeitsschritten und eines überschaubaren finanziellen Einsatzes, jedoch die Nachteile der Anfälligkeit gegen Verzug und daraus resultierenden Betriebsstörungen sowie einer eher störenden Geräuschentwicklung durch Resonanzen. Bei der Verwendung demontierbarer oder klappbarer Füße bzw. Auflageböcke kann eine Plattenanlage von überschaubarer Größe bei Nichtgebrauch auch platzsparend hochkant gelagert werden.

Zum Quasi-Standard für stationäre Modellbahnanlagen hat sich die sogenannte offene Rahmenbauweise entwickelt. Diese besteht aus einem sehr stabilen Holzrahmen bzw. aus Rahmensegmenten, welche aus hochwertigem Holz absolut passgenau zu fertigen sind. Auf den offenen Rahmen können genau geplante Streckenführungen frei platziert werden. Die Gestaltung von Gefällestrecken zur Erreichung verschiedener Anlagenebenen und die Einbeziehung eines Schattenbahnhofs (Abstellgleise auf der unteren, vom Anlagengelände verdeckten Anlagenebene) stellen dabei kein Problem dar. Die Gleisführung wird nach dem gewünschten Gleissystem ausgerichtet, auch die Kombination verschiedener Gleissysteme und Spurweiten innerhalb desselben Maßstabs ist möglich. Die Zugänglichkeit zu verdeckten Streckenabschnitten und zur Verkabelung ist von der Unterseite der Anlage gewährleistet. Sofern Rahmenfelder eingeplant werden, deren Gestaltung abnehmbar ist, ist die Erreichbarkeit aller Anlagenabschnitte auch bei größeren Anlagen gewährleistet.

Für die Gestaltung einer Anlage in offener Rahmenbauweise sind sogenannte Trassenbausätze erhältlich. Dabei reicht die Bandbreite von vorgegebener Trassierung bis zu modularem Aufbau.

Modulanlage

Eine Modulanlage besteht aus mehreren Abschnitten, welche nach einer bestimmten Norm gefertigt sind. Das Gleis bzw. die Gleise befinden sich an den Enden eines Moduls in exakt derselben Position, wie das Anschlussmodul. Diese Bauart ermöglicht den Transport der Modulanlage und die Aneinanderreihung beliebig vieler Module unterschiedlicher Erbauer, sofern diese nach derselben Norm gefertigt wurden. Die bekanntesten Normen für Module sind die des Fremo (Freundeskreis Europäischer Modellbahner, www.fremo-net.eu) und des Morop (Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas, www.morop.org). Modulanlagen sind häufig auf Modellbahnausstellungen zu besichtigen. Diese Anlagenbauart nimmt in Anbetracht ihrer Vorteile beständig zu. Sie erfordert jedoch sehr genaues Arbeiten und setzt der Gestaltung durch ihre definierten Maße gewisse Grenzen. Auch vorgefertigte Module können von bestimmten Anbietern bezogen werden.

Diorama

Wenn der zur Verfügung stehende Platz für eine stationäre Anlage nicht ausreichend ist und ein „fliegender Aufbau“ einer Gleisanlage mangels Interesses am Fahrbetrieb ausscheidet, besteht die Möglichkeit der Gestaltung eines Dioramas. Ein Diorama wird in erster Linie zur ansprechenden Gestaltung von Eisenbahnfahrzeugmodellen verwendet. Doch auch die Gestaltung einer Szenerie ohne (direkten) Eisenbahnbezug ist möglich. Eine solche kann auf einem Frühstücksbrettchen Platz finden, auf einem größeren Holzbrett oder aus einer Styrodurplatte gestaltet werden. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Zur Ausgestaltung können besonders hochwertige und preisintensive Komponenten verwendet werden oder günstige und leicht verfügbare Materialien. Auch aus überarbeiteter Gebrauchtware können interessante Motive gestaltet werden. Gerade für Kinder bietet sich die Gestaltung eines Dioramas zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten an. Mit geringem finanziellem Einsatz wird unschlagbar schnell ein Ergebnis erzielt, welches idealerweise zum Weitermachen motiviert.

Platzbedarf

Der Platzbedarf einer Modellbahn ist abhängig vom gewählten Maßstab, der Spurweite in diesem Maßstab (Regelspur, Schmalspur), mit den damit verbundenen Mindestradien für die Gleisanlage und dem gewünschten Motiv. Wie beim großen Vorbild, lassen sich Schmalspur- und Feldbahnanlagen platzsparender umsetzen als Nachbildungen von Regelspurbahnen. Da der vorhandene Platz bestmöglich ausgenutzt werden sollte, ist eine stationäre Modelleisenbahnanlage nicht zwangsläufig rechteckig. Sie kann auch L- und U-förmig sowie unregelmäßig angelegt werden.

Den Ausgangspunkt für den Platzbedarf einer Modellbahn – egal, ob auf dem Fußboden oder einer Anlage – bildet der sogenannte Radius des verwendeten Gleissystems. Bei vorkonfektionierten Gleisen, oftmals mit Bettung versehen, spricht man vom Industrieradius, dessen Varianten von eng nach weit durchnummeriert werden (R1, R2, R3, R4 …). Bei der Verwendung von Flexgleisen, deren Verwendung einige Kenntnisse und genaues Arbeiten erfordert, kann der Radius – daher ihr Name – in Grenzen flexibel gestaltet werden. Die Verwendung des Mindestradius eines Gleissystems sollte jedoch vermieden werden. Ist der Radius zu klein, droht eine Entgleisung der Triebfahrzeuge und Waggons. Bei vielen Triebfahrzeugen wird ein individueller Mindestradius angegeben, welcher höher ist als der Industrieradius R1. Werden zwei Gleise parallel verlegt, müssen sie gerade in Kurven einen korrekten Abstand voneinander einhalten, damit die Fahrzeuge bei Zugbegegnungen durch ihre Überhänge im Gleisbogen nicht aneinanderstoßen. Lange Fahrzeuge können in engen Weichen an die – sofern vorhanden – nachgebildete Weichenlaterne stoßen. Zudem ist der optische Eindruck von langen Fahrzeugen in engen Gleisbögen in jedem Falle schlecht. Große Radien begrenzen wiederum die mit ihnen darstellbaren Gleisbilder/Fahrwege.

Wir empfehlen Ihnen, auf die Verwendung des Industrieradius R1 zu verzichten.

Für eine Modelleisenbahn der gängigen Spurweiten H0 und TT sollte mindestens eine Fläche von 1 x 1,5 m zur Verfügung stehen. Um den Platzbedarf eines gewünschten Gleisbildes zu ermitteln, können Sie Schablonen nutzen oder sich einer Planungssoftware bedienen.

Für die Gestaltung der Gleisanlagen gilt in Anbetracht ihres Platzbedarfs: Weniger ist mehr. Erst die Nachbildung der Landschaft verleiht der Modellbahn den richtigen Charme und ihre persönliche Note.

Gleissysteme

Für die verschiedenen Maßstäbe und Spurweiten gibt es eine Vielzahl von Anbietern von Gleissystemen – von Kleinserienherstellern bis zu den Marktführern. Eine umfassende Darstellung mit all deren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen kann an dieser Stelle nicht gegeben werden.

Für die Ermittlung des passenden Gleissystems gilt es zu berücksichtigen, welche Gleisbilder (Streckenverläufe) dargestellt werden sollen, welche Fahrzeuge mit welchen Baujahren eingesetzt werden sollen, wie robust (ggf. trittfest) das Gleis sein muss, wie filigran und vorbildgetreu es sein soll und welchen Preis es haben darf. Das verfügbare Angebot deckt eine enorme Spannweite ab.

Für die weitverbreitete Spurweite H0 im Zweileiter-Gleichstrombetrieb empfehlen wir zum Einstieg und insbesondere für Kinder das preiswerte PIKO A-Gleis mit Bettung. Ebenfalls zum Einstieg oder für nicht sichtbare Bereiche empfehlenswert ist das Gleissystem Roco geoLINE mit Bettung, welches nicht mehr produziert, jedoch besonders günstig abverkauft wird.

Bei fortgeschrittenen H0-Modellbahner/innen sind das RocoLINE-Gleis sowie das Tillig Elite-Gleis verbreitet. Überaus vorbildgerecht, jedoch auch preisintensiv, ist das Weinert meinGleis-Gleissystem.

Bitte beachten Sie, dass die einzelnen Gleissysteme nicht nur unterschiedliche Geometrien aufweisen, sondern auch verschiedene Höhen der Schienen (Profilhöhe)! Eine niedrige Profilhöhe ist vorbildgerechter, erfordert aber auch niedrige Radkränze (zur Spurführung) bei den verwendeten Fahrzeugen. Bei der Verwendung älteren Fahrzeugmaterials, insbesondere auch aus Zeiten der DDR (Deutsche Demokratische Republik), darf in der Spur H0 eine Profilhöhe von 2,5 mm (Code 100) nicht unterschritten werden. Andernfalls laufen die Radsätze des Rollmaterials auf den Kleineisen der Schienen auf und es kommt zum Rattern und unvermeidbar zu Entgleisungen. Bei der Verwendung älteren Rollmaterials sind für die Spur H0 das PIKO A-Gleis und Tillig Standard-Gleis empfehlenswert.

Modernes Rollmaterial läuft in der Spur H0 auf Code 83-Gleisen wie RocoLINE (2,1 mm) und Tillig Elite (2,07 mm). Die feinen Weinert- und Peco-Gleissysteme verfügen über eine Profilhöhe von nur 1,90 mm (Code 75).

Für den Dreileiter-Wechselstrombetrieb in der Spurweite H0 („Märklin-System“) empfehlen wir Ihnen das Märklin C-Gleis mit Bettung. Dieses ist mit älterem Rollmaterial der Marke Märklin weitgehend kompatibel.

In der Spurweite TT ist die Profilhöhe 2,07 mm (Code 83) weit verbreitet.

Für die übrigen Spurweiten ist die Thematik Profilhöhe unbeachtlich.

Modellbahnsteuerung

Eine elektrische Modelleisenbahn kann analog oder digital gesteuert werden.

Bei der analogen Steuerung wird die Geschwindigkeit durch die Veränderung der Fahrspannung reguliert und die Fahrrichtung durch Umpolen.

Bei der digitalen Modellbahnsteuerung liegt am Gleis eine dauerhafte Spannung an. In den Stromkreis werden von einer Digitalzentrale digitale Signale eingespeist, welche von Digitaldecodern in den Triebfahrzeugen und ggf. Funktionsdecodern in den Waggons ausgewertet und in Betriebszustände (Beschleunigung, Beharrung, Verzögerung, Lichteffekte, Soundeffekte usw.) umgesetzt werden. Ein digitales Triebfahrzeug kann i. d. R. analog betrieben werden, ein analoges Triebfahrzeug jedoch nicht digital.

Für nähere Informationen verweisen wir auf den Beitrag „Modellbahnsteuerung – analog vs. digital“.

An dieser Stelle fassen wir uns daher kurz. Die digitale Modellbahnsteuerung ist der Stand der Technik und sehr ausgereift. Sie erspart den Anwender/innen viel Verkabelungsaufwand. Gerade in Startpackungen ist der Aufpreis für eine Digitalsteuerung moderat. Daher empfehlen wir eindeutig die Digitalsteuerung.

Sollten Sie jedoch Zweifel an einem längerfristigen Interesse am Modellbahnhobby – insbesondere bei Kindern – haben, spricht nichts gegen die preislich günstigere und robuste analoge Modellbahnsteuerung mit dem herkömmlichen Transformator zur Stromversorgung oder einem Batteriebetrieb bei den sehr günstigen Spielbahnen.

Modellbahnplanung

Eine Modellbahnanlage muss geplant werden. Bei Startpackungen und Fertiggeländen wurde die Planung bereits vom Hersteller vorgenommen und liegt als Dokumentation bei. Hiermit gehen Sie „auf Nummer sicher“. Angaben zum Flächenbedarf befinden sich in der Artikelbeschreibung und auf der Verpackung. Startpackungen gibt es übrigens auch für anspruchsvollere Konsument/innen.

Für die Gleissysteme wird von deren Herstellern i. d. R. Literatur (Gleisplanhefte und -bücher) und Planungssoftware angeboten.

Herstellerunabhängig gibt es eine Vielzahl von Literatur, von monatlichen Modellbahnzeitschriften mit Anlagenportraits bis hin zu hervorragend gestalteten Büchern, aus welchen man sich viele Anregungen holen kann. An dieser Stelle seien die Autoren Otto Olaf Kurbjuweit und Ivo Cordes genannt.

An Zeitschriften zum Thema Anlagenplanung und -gestaltung weisen wir Sie auf die etablierte Periodika Anlagen Design Journal, MEB-Modellbahn-Schule und MIBA-Spezial hin.

Für die Planung einer komplexeren und größeren Anlage legen wir Ihnen die Verwendung einer Gleisplanungssoftware nahe. Zur Wahl stehen Produkte der Hersteller von Gleissystemen und Produkte von unabhängigen Drittanbietern. Letztere ermöglichen den Vergleich der Möglichkeiten, die verschiedene Gleissysteme bieten. Im Internet findet sich Planungssoftware mit eingeschränktem Funktionsumfang kostenfrei zum Download.

Thematik/Epoche

Eine Modellbahnanlage ist meist auf eine bestimmte Zeitepoche ausgerichtet und bildet eine bestimmte Thematik ab. In Anbetracht der unvorstellbaren Breite des Angebots an Neu- und Gebrauchtware sollte man sich auf einen bestimmten Zeitabschnitt und eine Region beschränken. Andererseits gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Wenn Sie Freude daran haben, z. B. einen historischen Zug neben einer aktuellen Garnitur zu betreiben oder eine Postkutsche neben einem Elektroauto wie dem Streetscooter der Deutschen Post AG zu postieren, gibt es keinen Anlass zu Kritik! Es ist Ihre kleine Welt, in welcher Sie die Regeln bestimmen.

Hinsichtlich der zeitlichen Einteilung von Modellen für die Modellbahn verweisen wir Sie auf den Beitrag „Modellbahn-Epochen im Überblick“.

Eine sehr häufige Thematik von stationären Heimanlagen ist die Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn, da diese einen abwechslungsreichen Fahrbetrieb auf geringer Fläche gewährleistet.

Kinder bevorzugen nach unserer Erfahrung aktuelle Motive und die Nachbildungen von aktuellen Fahrzeugen. Sie möchten nachbauen und nachspielen, was sie gesehen und erlebt haben. Einen Bezug zu vergangenen Epochen und zu Museumsfahrzeugen haben sie angesichts ihres geringen Alters nicht. Ihnen sind Belademöglichkeiten, Licht- und Geräuscheffekte sowie moderne Formen und Farben wichtiger als z. B. das filigrane Gestänge einer schwarz-roten Dampflok. Wählen Sie daher für ein Kind im Zweifel eine Startpackung mit Fahrzeugen der Epoche VI.

Landschaftsgestaltung und Ausgestaltung

Die Möglichkeiten für die Gestaltung der Landschaft einer Modellbahnanlage sowie von deren Ausgestaltung sind nahezu unbegrenzt. Das Angebot für die Themen Geländemodellierung, Vegetationsgestaltung, Gebäude und Miniaturen von Kraftfahrzeugen, Personen und Tieren ist unüberschaubar geworden.

Geländestrukturen lassen sich recht bequem mit Polystyrol-Hartschaumplatten oder -blöcken (Styrodur) gestalten, welche über die notwendige Stabilität und Langlebigkeit verfügen und zudem erfreulich leicht sind. Das Verkleben von Styrodurteilen ist mit lösungsmittelfreiem Leim oder Montagekleber möglich.

Die Gestaltung von bewachsener Geländeoberfläche kann mit gefärbtem Sägemehl, mit flexiblen Geländematten oder mit Streufasern (Beflocken, Begrasen) erfolgen. Die Verwendung von Fasern ermöglicht sehr realistisch wirkende Ergebnisse, erfordert jedoch einigen Aufwand.

Zu den bekanntesten Anbietern von Ausgestaltungsmaterial für Gelände und Vegetation gehören die Marken Busch, Noch, Auhagen, Heki und Woodland.

Bei den Gebäudemodellen hat sich das Produktangebot ebenfalls spürbar erweitert. Die Fertigungstechniken Lasercut (Verfahren, bei dem ein gebündelter Laserstrahl Materialien wie Karton, Holz oder Acryl präzise schneidet und/oder graviert) und 3D-Druck (Auftragen des Fertigungsmaterials in Schichten zur Erzeugung dreidimensionaler Objekte) eröffneten neue Möglichkeiten. Auch das Angebot an Gebäudefertigmodellen hat zugenommen, wenngleich es nicht annähernd an die Auswahl an Bausätzen heranreicht. Nicht alle Gebäudemodelle in Bausatzform müssen geklebt werden. Der Markt hält eine gewisse Anzahl an steckbaren Modellen bereit – prädestiniert für Kinder.

Verbreitete Anbieter für Gebäudemodelle sind Auhagen, Busch, Noch, Piko, Faller, Viessmann, Kibri und Joswood.

Zur weiteren Komplettierung einer Modellbahnanlage mit Miniaturen von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern, Schiffen, Flugzeugen, Personen, Tieren, Signalen, Beleuchtungselementen und Oberleitungen gibt es ein reichhaltiges Angebot in jeder Preisklasse.

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass ab dem Maßstab 1:160 (Spur N) aufwärts auch elektrisch angetriebene Straßenfahrzeuge angeboten werden (u. a. Faller Car-System, Viessmann CarMotion).

Werkzeuge

Der Bedarf an Werkzeugen ist abhängig vom auszuführenden Projekt. Startpackungen benötigen i. d. R. keinen Einsatz von Werkzeug. In Einzelfällen bedarf es lediglich eines kleinen Schlitzschraubendrehers, der in jedem Haushalt vorhanden sein sollte.

Für die Gestaltung einer Anlage oder deren Selbstbau bedarf es hingegen einer ganzen Bandbreite von Werkzeugen und Hilfsmitteln. Dazu zählen u. a.: Maßband, Stahllineal, Feinsäge, Stichsäge, Sägelehre, Wasserwaage, Schleifpapier, Vorstecher, Handbohrer bzw. Handbohrmaschine, Holzbohrer, HSS-Bohrer, Spachtel, Feilen, Schlosserhammer, kleine Stahlnägel, verschiedene Schlitz- und Kreuzschraubendreher, Holzschrauben, Klemmen, Schere, Cuttermesser, Schutzbrille, Zangen, Pinzetten, Gefäße, Schotterlehre, Lötkolben mit Lötzinn, Klebstoffe, Pinsel, Farben, Isolierband, Staubsauger.

Um das Beflocken und Begrasen mit Fasern auf elektrostatischem Weg auszuprobieren und zu üben, können registrierte Kunden im ELRIWA-Ladengeschäft in Feldschlösschen einen Gras-Master der Firma Noch ausleihen. Sprechen Sie uns gern darauf an!

Informationsquellen

Für weitergehende Informationen steht Ihnen neben der Beratung im Fachhandel und den Katalogen der Hersteller ein großes Angebot an Quellen zur Verfügung.

Das Internet bietet Ihnen mit den Homepages der Hersteller, Modellbahnforen, Lexika und Tutorial-Videos eine reiche Auswahl.

Beim Besuch einer Modellbahnausstellung werden Basisfragen gewöhnlich bereitwillig und kompetent beantwortet.

Magazine und Bücher können nicht nur gekauft werden, sondern in einer Bibliothek meist auch ausgeliehen werden.

Fragebogen für den Besuch im Ladengeschäft

Wenn Sie den Erwerb einer Startpackung oder einen anderweitigen Start in das Modellbahnhobby beabsichtigen, beantworten Sie sich bitte vorab folgende Fragen:

  • Alter der modellbahninteressierten Person
  • Welcher Maßstab?
  • Welche Spurweite?
  • Welches Stromsystem (DC oder AC)?
  • Steuerung digital oder analog?
  • Welche Epoche/welcher Zeitraum?
  • Welche Fahrzeuge und Komponenten sind bereits vorhanden bzw. sollen zum Einsatz kommen (Hersteller, Alter)?
  • Vorhandene Fläche
  • Was soll dargestellt werden (Spielbahn, Haltepunkt, Bahnhof, Bahnbetriebswerk, …)?
  • Welches Budget steht in etwa zur Verfügung?
  • Sind Vorkenntnisse vorhanden?
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